Corona-Soforthilfen

Corona-Soforthilfen, Zuschüsse und weitere Fördermöglichkeiten in der Metropolregion Rhein-Neckar

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen stehen aktuell vor der großen Herausforderung, nicht nur ihre Gesundheit und die ihrer Mitarbeiter zu schützen, sondern auch ihre unternehmerische Existenz zu sichern. Die Aufträge bleiben aus, Maßnahmen zur Quarantäne müssen ergriffen werden, Schulen und Kitas bleiben geschlossen und viele Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus.

Sowohl die Bundesregierung als auch die einzelnen Landesregierungen haben reagiert und greifen den Unternehmen in dieser Situation unter die Arme. Hierfür gibt es zum heutigen Stand bereits einige Hilfsprogramme, welche fortlaufend erweitert werden.

Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen gerne einen Überblick geben, welche Hilfsmaßnahmen bereits beschlossen und genutzt werden können. Zudem schaffen wir die Möglichkeit, Sie direkt zu den notwendigen Formularen weiterzuleiten.

Wir werden diese Übersicht bei neuen Informationen regelmäßig aktualisieren!

Die Bundeshilfe für Solo-Selbstständige, Klein- und Kleinstunternehmer

Die Bundesregierung hat in Summe 50 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige, Klein- und Kleinstunternehmer bereitgestellt, die bereits beantragt werden können.

Die Höhe der Bundeshilfe errechnet sich anhand der Anzahl der Beschäftigten (sogenannte Vollzeitäquivalente):

  1. Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von bis zu 9.000 EUR für die nächsten drei Monate.
  2. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von bis zu 15.000 EUR für die nächsten drei Monate.

Der Zuschuss muss NICHT zurückgezahlt werden, insofern der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses benötigt wird.
Sollte nicht der gesamte Zuschuss benötigt werden, ist lediglich der Differenzbetrag zurückzuzahlen.

Die Anzahl der Beschäftigten (sog. Vollzeitäquivalente) errechnet sich wie folgt:
Unternehmer = Faktor 1,0
Mitarbeiter mit bis zu 20 Stunden = Faktor 0,5
Mitarbeiter mit bis zu 30 Stunden = Faktor 0,75
Mitarbeiter über 30 Stunden und Auszubildende = Faktor 1
Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Für die Abwicklung der Anträge auf den Bundeszuschuss sind die jeweiligen Bundesländer zuständig.
Die Antragsformulare und Zuständigkeiten haben wir für Sie im weiteren Verlauf des Artikels hinterlegt!

Corona-Soforthilfen der Landesregierungen in der Metropolregion Rhein-Neckar

Baden-Württemberg:

Die Landesregierung Baden-Württemberg bietet die sogenannte „Soforthilfe Corona“ an.

Hierfür gelten folgende Voraussetzungen:

  1. Es dürfen nur Anträge von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Solo-Selbstständigen und Angehörigen von Freien Berufen gestellt werden mit bis zu 50 Beschäftigte (sogenannte Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.
  2. Für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten gilt, dass sie mit ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettohaushaltseinkommen mit ihrer selbstständigen Tätigkeit bestreiten.
  3. Die Umsatzeinbrüche und Liquiditätsengpässe müssen NACH dem 11. März 2020 entstanden sein.

Die Höhe der Soforthilfe Corona ergibt sich aus der Anzahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente):

  1. Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von 9.000 EUR für die nächsten drei Monate.
  2. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von 15.000 EUR für die nächsten drei Monate.
  3. Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von 30.000 EUR für die nächsten drei Monate.

Der Zuschuss muss NICHT zurückgezahlt werden, insofern der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses benötigt wird. Sollte nicht der gesamte Zuschuss benötigt werden, ist lediglich der Differenzbetrag zurückzuzahlen.

Das Antragsformular zum Herunterladen sowie Hilfe zum Ausfüllen erhalten Sie hier: Antragsformular Baden-Württemberg
Das ausgefüllte Formular kann dann mit allen weiteren notwendigen Unterlagen auf dieser Seite eingereicht werden: Einreichen Soforthilfe-Antrag Baden-Württemberg

Hessen:

Die Landesregierung Hessen bietet die Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Solo-Selbstständige an.
Die Maßnahme dient als Aufstockung für das Hilfsprogramm des Bundes.

Die Höhe des Zuschusses aus Corona-Soforthilfe ergibt sich aus der Anzahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente):

  1. Bis zu 10.000 EUR Soforthilfe erhalten Freiberufler und Kleinunternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten.
  2. Bis zu 20.000 EUR Soforthilfe erhalten Unternehmer mit bis zu 10 Beschäftigten.
  3. Bis zu 30.000 EUR Soforthilfe erhalten Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Der Zuschuss muss NICHT zurückgezahlt werden, insofern der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses benötigt wird. Sollte nicht der gesamte Zuschuss benötigt werden, ist lediglich der Differenzbetrag zurückzuzahlen.

Das Antragsformular zum Herunterladen sowie Hilfe zum Ausfüllen erhalten Sie hier: Antragsformular Hessen
Das ausgefüllte Formular kann dann mit allen weiteren notwendigen Unterlagen auf dieser Seite eingereicht werden: Einreichen Soforthilfe-Antrag Hessen

Rheinland-Pfalz:

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz nutzt die Unterstützung des Bundes. Diese werden durch Sofortdarlehen erweitert, welche zurückgezahlt werden müssen.

Antragsberechtigt sind alle von der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohten Solo-Selbstständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), welche folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Das Unternehmen ist wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig ODER
  • Die Person ist im Haupterwerb als Freiberufler oder Selbstständiger tätig UND
  • Die Tätigkeit wird von einer Betriebsstätte oder einem Sitz der Geschäftsführung in Rheinland-Pfalz ausgeführt  UND
  • Das Unternehmen ist bei einem deutschen Finanzamt angemeldet UND
  • Die Waren oder Dienstleistungen wurden bereits vor dem 31.12.2019 am Markt angeboten und das Unternehmen ist durch die Coronapandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

Die Höhe der Soforthilfe in Rheinland-Pfalz errechnet sich anhand der Anzahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente):

  1. Bei bis zu 5 Beschäftigten: bis zu 9.000 EUR Bundeszuschuss + 10.000 EUR Sofortdarlehen bei Bedarf 
    ->maximal 19.000 EUR
  2. Bei bis zu 10 Beschäftigten: bis zu 15.000 EUR Bundeszuschuss + 10.000 EUR Sofortdarlehen bei Bedarf
    -> maximal 25.000 EUR
  3. Bei bis zu 30 Beschäftigten: bis zu 30.000 Sofortdarlehen bei Bedarf zzgl. eines Landeszuschusses über 30% der Darlehenssumme

Die Sofortdarlehen der Landesregierung haben eine Laufzeit von 6 Jahren und sind bis Ende 2021 zins- und tilgungsfrei.
Der Bundeszuschuss muss NICHT zurückgezahlt werden, insofern der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses benötigt wird.
Sollte nicht der gesamte Zuschuss benötigt werden, ist lediglich der Differenzbetrag zurückzuzahlen.

Auf der nachfolgenden Seite gelangen Sie zum Antrag inkl. weiteren Informationen sowie Ausfüllanleitungen: Antragsformular Rheinland-Pfalz
Der ausgefüllte Antrag ist dann per E-Mail inkl. aller weiteren Unterlagen an CSH@ISB.RLP.DE einzureichen.

Mit staatlicher Förderung handeln in der Krise

Neben den Zuschüssen der Bundes- und Landesregierungen gibt es auch noch weitere Fördermittel, die für Sie relevant sind. Am vergangenen Freitag, 03. April 2020 wurde durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) verkündet, dass die Förderprogramme für unternehmerisches Handeln aufgestockt werden und ab sofort professionelle Beratungsleistungen im Wert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil in Anspruch genommen werden können, um Wege aus der Krise zu finden.

Für weitere Details und wie MATCHPLAN Ihnen dabei helfen kann, finden Sie auf unserer nachfolgenden Seite:Mit TOP-Beratung die Krise meistern!



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