Social Entrepreneurship für eine bessere Welt – Woche 3

Mit Vollgas geht es weiter im Programm, frei nach der allgemein gültigen Prämisse in der aktuellen Zeit: Speed, speed, speed!

In der dritten Woche gab es wieder vier spannende Units mit dem Schwerpunkt auf Methodik und Geschäftsmodellentwicklung.

Prof. Klaus Sailer unter anderem CEO des Strascheg Center for Entreprenership (SCE) eröffnete die Runde mit den Prinzipien für soziale Innovationen. Er berichtet unter anderem von der Bedeutung einer starken Vision der Zukunft und der Vorstellung derer um dann im hier und jetzt die richtigen Schritte zu gehen.

Der anschließende Vortrag von Alexander Osterwalder, Co-Founder von Strategyzer und  Autor des Buches Business Model Generation, dem auch unter anderem die Methodik des Business Model Canvas entspringt, welches wir bei Matchplan ebenfalls für Geschäftsmodellentwicklung verwenden.

Im Wesentlichen ging es eben um die Methodik des Business Model Canvas und wie man mit den neun Bereichen sein Social Business aufbauen kann. Das Business Model Canvas leistet vor allem in der Ideenfindungsphase seine Dienste, da man auf einen Blick das gesamte System “Geschäftsmodell” visuell dargestellt hat, mitsamt den Beziehungen zwischen den verschiedenen Komponenten.

Aber Osterwalder legte auch Wert auf die Realisierungsphase und die größten Fehler aus seiner Sicht, wie bspw. sich bereits in die erste Idee zu verlieben und nicht gedankenflexibel zu sein, oder eben auch den Fehler zu machen, zu lange mit den Ideen „rumzuspielen“ und nicht schnell genug raus zu gehen und die Ideen zu verproben.

Ein guter Übergang zur nächsten Unit, die geprägt ist vom LEAN Startup Gedanke der hier von David Romero von der Tech de Monterrey vorgestellt wird. Der LEAN Startup Ansatz stammt ursprünglich von Eric Ries und skizziert ein Vorgehen weg von der typischen „Planen, finanzieren, machen“ Methode, hin zu einer deutlich ressourceneffizienteren Methode: „Bauen, messen, lernen“.

Drei Prinzipien beschreiben den Kern der Idee: Mach schnell Fehler, entwickle agil und flexibel und sei Effizient. Oder O-Ton:

„Think big, start small and scale fast!“

Den Abschluss machte dann Ding Li, Vice president eines Non-profit Inkubators in China, welcher in den letzten 10 Jahren mehr als 500 NGOs begleitet hat und jährlich mit 1.000 sozialen Unternehmern in China arbeiten. Sie berichtet über den Start in einer herausfordernden Umgebung, und den fünf Faktoren die aus Ihren Erfahrungen wichtig sind, dennoch Erfolg zu haben.

Neben dem Verständnis und dem Wissen über die Bedürfnisse der Menschen und der strategischen Analyse, geht es ihr auch um die Investition in sich selbst und der Entwicklung des notwendigen Skillset als Leader, oder einer mentalen und finanziellen Bereitschaft. Außerdem sind Kooperationen und Netzwerk ein ganz entscheidender Faktor, und auch Sie unterstreicht nochmal deutlich im fünften Faktor den LEAN Start-up Ansatz, der schnelles Feedback ermöglicht.

In dieser Woche gab es für mich erfreulicherweise viel Bestätigung zur bisherigen Vorgehensweise von Matchplan in der Entwicklung von Geschäftsmodellen, aber auch erneute Impulse wieder viel stärker auch mit dem LEAN Startup Ansatz zu arbeiten um mehr “speed, speed, speed!” in die Realisierungen zu bringen.

Auch wenn es immer wieder Disziplin kostet im Alltag die Units einzuplanen, kann man sich danach bestätigt fühlen, warum man sich die Dinge anschaut und für sich damit auch die Chance schafft, seinen Horizont zu erweitern und damit auch perspektivisch einen Beitrag im Social Business Bereich leisten kann.

„Start with WHY“
Simon Sinek



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