Greta und Jan Navel arbeiten remote für die MATCHPLAN Connect GmbH

100 Tage remote working – unsere Bilanz

Greta Navel

100 Tage remote working –unsere Bilanz

 

Wir sind Greta und Jan und seit 100 Tagen arbeiten wir orts- und zeitflexibel (remote) für die MATCHPLAN Connect GmbH, eine junge digitale Unternehmensberatung aus Landau in der Pfalz. Das Besondere in unserem Fall: unser Office hat 4 Räder und ist eine alte G-Klasse, mit der wir um die Welt reisen. Gemeinsam mit MATCHPLAN® machen wir kleine und mittelständische Unternehmen fit für die digitale Zukunft.

Das mobile Office von Greta und Jan mit aufgeklapptem Dachzelt
Das mobile Office von Greta und Jan mit aufgeklapptem Dachzelt

Für unsere Arbeit brauchen wir nicht viel. Alles, was wir benötigen sind eine Internetverbindung und unsere mobilen Geräte. In unserem Fall sind dies zwei Laptops, zwei Handys und ein Tablet. Einmal wöchentlich hören und sehen wir das gesamte MATCHPLAN®-Team für einen Video-Call. Bei dringendem Abstimmungsbedarf gibt es spontane Termine. Ansonsten arbeiten wir vollkommen autark.

Um dies gedanklich kurz einzuordnen: für eine Vielzahl von Unternehmen war und ist die pandemiebedingte Arbeit im Homeoffice eine große Herausforderung. Das Team von MATCHPLAN® geht mit uns ganz selbstverständlich einen Schritt weiter: unser Schreibtisch muss weder zu Hause, noch an einem festen Ort sein. Wir können arbeiten wann und wo wir wollen und so die tägliche Arbeit mit unseremLebenstraum – einer Weltreise – vereinbaren. Mit MATCHPLAN® haben wir einen mutigen Partner an unserer Seite, der unser Lebensmodell uneingeschränkt unterstützt und uns diese (noch) besondere Form des Arbeitens ermöglicht. Das ist in Deutschland im Jahr 2022 nicht selbstverständlich und daher möchten wir an dieser Stelle ganz einfach DANKE sagen.

Doch wie waren sie, die erste 100 Tage remote working? Was lief gut? Was war herausfordernd? Wir ziehen Bilanz.

Die Voraussetzungen für unsere Zusammenarbeit sind gut. Wir, das Team MATCHPLAN®, sind allesamt neugierig, wir wollen Neues ausprobieren und weit über den Tellerrand des Gewohnten hinausschauen. Die flachen Strukturen des Start-ups liegen unserem Naturell und machen das Arbeiten herrlich unkompliziert. Wir arbeiten mit effizienten IT-Tools und Programmen, die das orts- und zeitunabhängige Arbeiten erleichtern. So nutzen wir beispielsweise Microsoft Teams und Todoist für unsere Meetings, unsere Aufgabensteuerung und die virtuelle Kommunikation. Unser Arbeitsalltag ist zu 100% papierlos. Greta arbeitet bereits seit mehreren Jahren ohne Papier, Jan hat sich dank der begrenzten Fläche im Fahrzeug schnell von seinem Notizblock getrennt. Manchmal vermisst er es aber, einen Zettel mit abgearbeiteten to dos zerknüllen zu können.

Jan bei der (papierlosen) Arbeit in einem Café
Jan bei der (papierlosen) Arbeit in einem Café

Wir arbeiten flexibel: Was wir offline erledigen können, erledigen wir. Wenn wir stabiles Internet haben, erledigen wir datenintensive Arbeiten wie z.B. Down- und Uploads von Arbeitspaketen. Flexibel heißt in unserem Fall auch – dies geschieht nicht zu einer festen Kernarbeitszeit zwischen 09:00 und 15:00 Uhr, sondern dann, wenn die Rahmenbedingungen für uns passen. So kann unser mobiles Office auch mal ein Café oder eine Bibliothek sein.

Greta bei der Arbeit in einem Café
Greta bei der Arbeit in einem Café

All das klingt leicht und unkompliziert, oder? Dies ist es aber nur, weil wir uns als Team gleich zu Beginn unserer Zusammenarbeit (übrigens in einem physischen Treffen) auf zwei Werte vereinbart haben, für die wir alle stehen. Offenheit und Vertrauen. Wenn man sich wie wir nicht täglich sieht oder hört, überwiegend digital – oft zeitversetzt – kommuniziert, ist das ein absolutes Muss.

Natürlich ist remote working nicht immer einfach und entspannt. Unsere größte Herausforderung ist das Internet. Stabiles und starkes Internet kann schon in Deutschland eine Herausforderung sein. Z.B. während unseres aller ersten virtuellen Meetings, in dem die eine Hälfte des Teams in Rheinland-Pfalz und die andere Hälfte in Nordrhein-Westfalen saß. Unser Video-Anruf brach immer wieder zusammen, wir haben uns nur grob verpixelt gesehen und an das Teilen des Bildschirms war nicht zu denken. Am Ende haben wir ganz „old school“ miteinander telefoniert – was für ein bezeichnender Start in die digitale Arbeitswelt.

Die virtuelle Welt stellt nicht nur unsere Geduld auf die Probe, sondern auch völlig neue Anforderungen an unsere Selbstdisziplin und Selbstverantwortung. Organisation ist das „A und O“ in unserem Office auf 4 Rädern. Denn wir müssen all unsere Bedürfnisse täglich unter einen Hut bringen. Die Arbeit, das Essen, unsere Energieversorgung oder ein sicherer Stellplatz. Bei der Höhe des Fahrzeugs gar nicht so einfach…

Überdachter Stellplatz für die Nacht
Überdachter Stellplatz für die Nacht

Der Alltag im Fahrzeug ist ein anderer. Viele Dinge, die im Büro oder im Homeoffice eine Selbstverständlichkeit sind, sind es im Office auf 4 Rädern nicht. Das erfordert Bescheidenheit, Flexibilität und Organisationstalent. Und hier und da einfach starke Nerven.

Im Fahrzeug auf sehr engem Raum sind Ordnung eingespielte Prozesse unumgänglich. Sonst liegen die Nerven schnell blank. Flächen sind doppelt belegt. Unser Bett wird zum Sitzplatz, unsere Küchenarbeitsplatte verwandelt sich in einen Schreibtisch. Strom kommt nicht in unbegrenzter Menge aus der Steckdose, sondern wird über zwei Solar-Panels produziert. D.h. wir brauchen Sonne! Und wir haben stets ein wachsames Auge auf unseren Energiespeicher und alle angeschlossenen Verbraucher. Können wir das Handy gerade laden? Oder ist erst der Rechner dran? Mal kurz die Hände waschen? Das Glas Wasser auffüllen? Oder einen Kaffee kochen? Wasser ist eine knappe Ressource im Fahrzeug – die nicht selbstverständlich in trinkbarer Qualität aus dem Wasserhahn kommt.

Die Schlafmöglichkeit im Innenraum verwandelt sich bei Tag in ein mobiles Office
Die Schlafmöglichkeit im Innenraum verwandelt sich bei Tag in ein mobiles Office

Zwei Dinge, da sind wir uns einig, vermissen wir ganz besonders. Zum einen unseren gewohnten ergonomischen Arbeitsplatz: Mit höhenverstellbarem Schreibtisch, großen Bildschirmen und einer extra Tastatur. Zum anderen vermissen wir den persönlichen Kontakt mit dem Team, wie wir ihn aus „alten Zeiten“ kennen. Wir kommunizieren 100% digital. Der Schnack an der Kaffeemaschine oder das gemeinsame Mittagessen in der Kantine fehlt einfach. Umso wichtiger: unsere wöchentlichen fixen Video-Calls. Dort sehen wir uns live und in Farbe. Neben den geschäftlichen Verpflichtungen nehmen wir uns hier immer auch Zeit für den persönlichen Austausch.

Sprich: ein Office auf 4 Rädern funktioniert nur, mit einem klaren Plan und ausgetüftelten Prozessen. Es gibt uns aber auch die Möglichkeit einer völlig neuen Dimension des Arbeitens: zeit- und ortsunabhängig und zu 100% digital. Das lässt Raum für Dinge, die in einem 0815-Arbeitsalltag keinen Platz haben. Fremde Länder, Menschen und Kulturen und Abenteuerlust. Nicht nur an 30 Tagen Urlaub im Jahr, sondern jeden Tag.

Und wenn es mal wieder zu kalt und zu eng ist im Fahrzeug, wir in einer unserer vielen Stauräume und Boxen ein Ladekabel oder die Powerbank suchen – nervt es. Ja. Da gibt es nichts schön zu reden. Wir machen Abstriche, viele sogar, aber wir machen sie bewusst. Unser aktuelles Lebensmodell ist ein bunter Blumenstrauß aus Kompromissen, aber eben auch Möglichkeiten. Wir sind definitiv Pioniere eines noch wenig verbreiteten Arbeitsmodells. Aber bekanntlich entstehen Wege ja dadurch, dass man sie geht. In unserem Fall gehen wir diesen Weg gemeinsam mit dem Team MATCHPLAN®. Wir sind stolz Teil eines jungen deutschen Unternehmens zu sein, dass Digitalisierung und Agilität nicht nur als Dienstleistung anbietet, sondern auch lebt. Digitalisierung einfach machen!

In diesem Sinne auf viele weitere 100 Tage mehr!

Neugierig, was Jan und Greta sonst noch erleben?
unter @followthenavels geben sie noch weitere Einblicke in ihre Weltreise!

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